Hauswasserwerk für Regenwassernutzung

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Foto: : Slonme/Bigstock

Wasser ist eine wertvolle natürliche Ressource, die der Mensch in großen Mengen benötigt, welche jedoch nur in begrenzten Mengen zur Verfügung steht. Ein Hauswasserwerk trägt dazu bei kostbares Trinkwasser einzusparen und versorgt einen Haushalt mit Brauchwasser, welches sich zwar nicht als Trinkwasser eignet, jedoch in Bereichen eingesetzt werden kann, in denen Wasser benötigt wird, welche keine Trinkwasserqualität hat. Dadurch wird nicht nur die Umwelt entlastet, aus der weniger hochwertiges Wasser entnommen werden muss, sondern durch die Entlastung der Wasserwerke vermeidet man unnötig viel Geld für Trinkwasser auszugeben, welches von vornherein als Abwasser Verwendung finden sollte.

Der Aufbau eines Hauswasserwerks

Die Konstruktion eines Hauswasserwerks ist recht simpel und besteht in der Hauptsache nur aus vier Komponenten, nämlich der Wasserversorgung, einer Pumpe, einem Druckbehälter und einer Drucksteuerung. Bei der Wasserversorgung kann es sich um die unterschiedlichsten Wasserreservoirs handeln. Die meisten sind jedoch vergleichsweise schwierig zu nutzen, da es beispielsweise die Nutzung von Grundwasser erforderlich macht, zunächst einen Brunnen anzulegen. Eine wesentlich einfachere und kostengünstigere Wasserversorgung lässt sich durch Regenwasser erzielen. Hierbei wird das Regenwasser in der Regel vom Hausdach in Regentonnen, Zisternen oder andere geeignete Auffangbehälter geleitet, von welchen aus einfach möglich ist den Haushalt zu versorgen.

Die Pumpe eines Hauswasserwerks

Das Herzstück des Hauswasserwerks ist die Pumpe. Diese sorgt dafür, dass das Regenwasser aus einer Zisterne oder anderen Wasserreservoirs gesaugt und in das System eingespeist wird. Welches Modell von Pumpen geeignet ist, ist dabei beinahe eine vernachlässigbare Frage, denn es gibt eine Reihe von Varianten, welche sich sehr gut für die Einbindung in ein Hauswasserwerk eignen. Dazu zählen insbesondere Jet-Pumpen und Kreiselpumpen, da diese bedingt passiv das Wasser durch den gleichmäßigen Fluss befördern und deshalb einen hohen Wirkungsgrad haben, welcher dazu beiträgt Stromkosten zu sparen. Wichtig ist, dass ein Rückschlagventil und ein Trockenlaufschutz vorhanden ist.

Der Druckbehälter des Hauswasserwerks

Dieser Behälter speichert eine gewisse Menge Wasser, wodurch er als Puffer fungiert. Während von Wasserwerken befördertes Wasser durch die Höhendifferenz zwischen beispielsweise einem Wasserturm und dem Wasserhahn einen hohen Druck erreicht, ist dies beim Hauswasserwerk nicht der Fall. Um einen ausreichend hohen Druck zu erhalten, welcher erst dafür sorgt, dass das Wasser nutzbar wird, muss dieses lokal komprimiert werden. Hierzu wird so viel Wasser in den Druckbehälter gepumpt, dass das Wasser einen bestimmten, vorprogrammierten Druck erreicht. Wenn Wasser verbraucht wird, sinkt der Druck und wird beim Unterschreiten eines ebenfalls vorprogrammierten Mindestwerts schaltet sich die Pumpe ein.

Die Drucksteuerung des Hauswasserwerks

Der beschriebene Vorgang wird durch die Drucksteuerung geregelt. Da Flüssigkeiten nicht komprimierbar sind, befindet sich im Druckbehälter eine gewisse Menge Luft oder eines anderen Gases, welches komprimiert werden kann und es somit ermöglicht, dass überhaupt ein Überdruck in dem Behälter aufgebaut werden kann. Die Drucksteuerung sorgt zunächst dafür, dass die Pumpe so lange angeschaltet bleibt, bis der eingestellte Druck Sollwert erreicht ist. Anschließend schaltet sich die Pumpe ab, bis ein ebenfalls voreingestellter Mindestdruck erreicht wird. Da der minimale Druck deutlich unter dem maximalen Druck liegt, wird die Pumpe nicht bei jeder Wasserentnahme von der Drucksteuerung angeschaltet.

Wo sollte ein Hauswasserwerk aufgestellt werden?

Da die meisten Geräte leicht zu transportieren sind, ist der Aufstellungsort grundsätzlich frei wählbar. Trotzdem ist es sinnvoll, auf einige Dinge zu achten, welche manche Orte besser geeignet machen als andere. Die Pumpe kann zu einer gewissen Lärmbelästigung führen, weshalb die Aufstellung in der Nähe von Wohnräumen, in denen man ruhen möchte, nicht empfehlenswert ist. Flexible Schläuche reduzieren den Lärmpegel zusätzlich. Empfehlenswert ist es das Hauswasserwerk möglichst nah an der Wasserquelle und am Verbrauchsort aufzustellen. Hierbei sollten auch die Ansaug- und Förderhöhe der Pumpe beachtet werden um eine ausreichend hohe Pumpleistung gewährleisten zu können.

Die Sicherheit eines Hauswasserwerks

Die Geräte sollten in jedem Fall mit technischen Prüfsiegeln versehen sein, wie etwa TÜV oder GS. Besonders wichtig ist, dass der Druckbehälter absolut hochwertig ist, da eine Schwachstelle an dieser Stelle ein großes Unfall Risiko darstellen würde. Auch ein stabiler Stand erhöht die Sicherheit. Doch vor allem muss darauf geachtet werden, dass die einzelnen Komponenten mit einander kompatibel und richtig eingestellt sind. Die Druckbehälter sind für einen bestimmten Druck ausgelegt, welcher an ihnen vermerkt ist. Sollte dieser überschritten werden, kann der Behälter explodieren. Falls Zweifel an der Kompatibilität der Komponenten besteht, sollte ein Überdruckventil montiert werden.

Sonstige wichtige Details

Es gibt Hauswasserwerke, welche für die Beförderung von Wasser in Trinkwasserqualität geeignet und zugelassen sind. Hier muss jedoch regelmäßig kontrolliert werden, ob die Vorgaben für die Qualität eingehalten werden. Damit sich das Hauswasserwerk in jedem Fall lohnt, muss die Leistung beachtet werden. Leistungsschwache Pumpen sind zwar günstiger, haben jedoch einige Nachteile. Dazu zählt, dass sie länger benötigen um einen großen Druckbehälter zu füllen und möglicherweise Schwierigkeiten haben den gewünschten Druck aufzubauen, wodurch der Stromverbrauch über demjenigen einer starken Pumpe liegen kann. Auch eine ausreichend große Fördermenge ist wichtig, damit eine stetige Versorgung mit Wasser sichergestellt werden kann.

Fazit

  • spart Geld und schont die Umwelt
  • einfacher Aufbau aus wenigen Komponenten
  • ideale Nutzung von Regenwasser
  • wenige wichtige Sicherheitsaspekte

Wie hier gezeigt werden konnte, handelt es sich bei einem Hauswasserwerk um eine sehr sinnvolle Möglichkeit um mit gesammeltem Regenwasser den Verbrauch an Trinkwasser als Brauchwasser zu reduzieren. Dies ist sehr sinnvoll um die Umwelt durch eine geringere Trinkwasserförderung zu entlasten und gleichzeitig Wasserkosten zu sparen. Da ein Hauswasserwerk nur aus wenigen Komponenten besteht, ist die Installation relativ einfach. Damit das Hauswasserwerk eine Leistung erbringen kann, welche man erwartet, muss beim Kauf und Installation auf technische Daten geachtet werden.