Ökologisch Bauen

Ökologisches Bauen umfasst zum einen die Nutzung ökologischer Baustoffe und zum anderen die Energieminimierung sowie Reduzierung der Bodenversiegelung. Unter dem Kredo „nachwachsend und biologisch abbaubar“ finden sich ökologische Baustoffe beispielsweise als Dämmmaterialien oder auch Heizmittel wieder.

Die Energieeinsparverordnung – jetzt wird gespart

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Schlecht gedämmte Häuser, in denen die Heizungsanlage die gesamte Umwelt mit erwärmt, sollen in Zukunft der Vergangenheit angehören. Bei jedem Neubau sind die Bauherren schon jetzt dazu verpflichtet, das Dach wirkungsvoll zu dämmen. Für weitere energieeinsparende Maßnahmen stellt das Land günstige Hausbaukredite zur Verfügung und lockt mit der Versprechung geringer Heizkosten. Passiv-, Niedrigenergie- und sogar Energieplushäuser vermögen nicht nur die Kosten zu minimieren, sondern sogar teilweise Einnahmen zu generieren.

Solaranlagen und Blockheizkraftwerke – überschüssiger Strom bringt Gewinn

Mittlerweile sind Solaranlagen und Blockheizkraftwerke von bloßen Insellösungen zu interessanten Alternativen des Atomstroms geworden. Der Grund: Überschüssiger Strom, der im Eigenheim nicht verwendet werden kann, wird ins öffentliche Netz eingespeist und hochpreisig vergütet. So haben sich die hohen Anschaffungskosten schnell amortisiert und grüner Strom entsteht ohne zusätzliche Flächen zu bebauen.

Doch die alternativen Strom- und Heizungsanlagen können noch mehr. Eine Kombination mit der Warmwasserbereitung ist bei fast allen Modellen möglich und macht den stromfressenden Durchlauferhitzer überflüssig. Außerdem ermöglichen Wärmepuffer in vielen Heizungsanlagen eine Zwischenspeicherung der Energie. Dadurch erlangen neue Heizungssysteme überragende Wirkungsgrade von bis zu 90 %.

Der Bodenversiegelung entgegenwirken

Auch die zunehmende Bodenversiegelung der Landschaft stellt eine ökologische Sünde dar. Oberflächenwasser kann nicht mehr abfließen und muss über die Kanalisation abgeführt werden. Die Folge sind nicht selten Extrema in Trockenheit und Überflutung einzelner Regionen. Durch eine Minimierung der Bodenversiegelung wird der Natur geholfen, wieder reibungslos zu funktionieren. Dachbegrünungen stellen dabei einen wichtigen Beitrag dar und sind Lebensraum vieler vom Aussterben bedrohter Insekten. Außerdem verbessert sich durch die Dachbegrünung die Luftqualität in Stadtgebieten. Feinstaub sowie Smog wird durch die grünen Lungen entgegengewirkt.