Eigenleistungen im Hausbau – Selbstbau- und Ausbauhäuser

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Mit einem Hausbau in Eigenleistung spart man einiges an Geld. Jedoch sollte man seine Fähigkeiten dabei realistisch einschätzen. Wer sein Haus selbst bauen will, sollte manche Gewerke dem Fachmann überlassen. Foto: Sacura15/Bigstock

Ein eigenes Haus ist der Traum vieler Menschen und kann auch leichter in Erfüllung gehen, als Sie vielleicht vermuten. Das liegt daran, dass Sie bei dem Hausbau heute vieles in Eigenleistung übernehmen können. Was genau Eigenleistungen sind? Es handelt sich um Bauarbeiten, welche Sie ohne fachmännische Hilfe leisten können. Gute Beispiele sind das Verlegen eines Teppichs oder das Streichen der Wände. Die Eigenleistungen können noch sehr viel weiter reichen, sodass Sie das gesamte Heim in Eigenregie bauen könnten.

Für viele Arbeiten der Eigenleistung ist kein Fachwissen vonnöten, wobei es aber zu empfehlen ist, dass Sie sich im Vorfeld mit Innenausbau, den Werkzeugen und Techniken auseinandersetzen. Zusätzlich können Sie auch viele neue Möglichkeiten erlernen, sodass es ganz einfach ist, dass Sie ein Haus in Eigenleistung bauen.

Wieso Eigenleistungen mit einbringen?

Sicherlich fragen Sie sich jetzt, wieso Sie Eigenleistungen aufbringen sollten, wenn Sie diese Arbeiten doch einem Fachmann überlassen können. Natürlich bedeutet das weniger Arbeit für Sie und Sie müssen einfach nur warten, bis jener mit dem Bau fertig ist. Doch das größte Problem in diesem Bereich sind wohl die Kosten. Jeder Fachmann verlangt einen bestimmten Preis, den Sie nach der Leistung bezahlen müssen. Je mehr Fachmänner Sie in Anspruch nehmen, damit diese die Arbeiten für Sie erledigen, desto mehr Geld müssen Sie nach dem Bau Ihres Hauses begleichen. Deswegen ist es sinnvoll, wenn Sie so viele Eigenleistungen wie möglich nutzen. Je nach Haus, Größe und Wünschen ist es kein Problem, dass Sie bis zu 25.000 Euro der reinen Baukosten einsparen können. Die Eigenleistungen sind aber auch interessant für Ihre Bank, denn dadurch können Sie eine sogenannte Muskelhypothek erhalten. Jede Eigenleistung, welche Sie beim Hausbau einbringen, wird als Teil des Eigenkapitals vergütet. Somit erhalten Sie bessere Kreditkonditionen, wodurch Sie weiteres Geld sparen.

Ein Ausbau- oder Selbstbauhaus?

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Wie manche Gewerke sind Eigenleistungen durchaus sinnvoll, aber längst nicht für alle. Foto: Kurhan/Bigstock

Vor den Eigenleistungen müssen Sie sich noch Gedanken darüber machen, welche Art von Haus Sie wünschen. Beliebt sind Ausbauhäuser, denn es handelt sich hierbei um ein Fertighaus, wo der Bauherr den Innenausbau zum Teil oder ganz alleine vornimmt. Der Rohbau wird hingegen von der Baufirma platziert. Der Vorteil ist, dass Sie viele Leistungen selbst durchführen können, wodurch die Kosten sinken. Zudem gibt es verschiedene Ausbauhersteller, welche diverse Komponenten für Ihren Bau liefern. Ansonsten bezahlen Sie nur das, was Sie für den jeweiligen Abschnitt brauchen.

Der Nachteil von einem Ausbauhaus ist hingegen, dass sich viele Bauherren selbst überschätzen. Oftmals muss das eingesparte Geld für Handwerker ausgegeben werden. Zudem müssen Sie diese auch noch koordinieren. Sollte es bei den Ausbaustufen anschließend zu Baumängeln kommen, haften Sie dafür. Eine andere Variante ist ein Selbstbauhaus. In diesem Fall bauen Sie Ihr Haus komplett selbst, wobei Sie eine Rundumbetreuung einer Baufirma erhalten. Somit sind Sie nicht auf Baumaterial oder Bauweise festgelegt. Sie erhalten einen kompletten Bausatz für den Rohbau und können dadurch viel Geld sparen. Aber die Bauherren müssen dafür viel Zeit investieren. Zwischen 9 und 12 Monaten können Selbstbauhäuser dauern. Zudem besteht immer die Gefahr, dass Sie sich überschätzen und im Nachhinein trotzdem einen Handwerker beauftragen müssen. Viele Baufirmen sind aber sehr kompetent und erarbeiten im Vorfeld mit den Bauherren passende Pläne. Beispielsweise können Sie Ihr Haus schlüsselfertig übergeben bekommen, doch den Innenausbau übernehmen Sie selbst. Bei anderen erhalten Sie ein Bausatzhaus, wobei die schweren Arbeiten von einer Firma übernommen werden. Am besten ist es, wenn Sie sich vorher genau mit dem Thema auseinandersetzen.

Das Einsparpotenzial – so viel sparen Sie!

Unwichtig, ob Sie ein Fertighaus oder ein Selbstbauhaus aus Holz wählen: Es gibt Arbeiten, die auch von weniger geübten Handwerkern übernommen werden können. Maler- und Tapezierarbeiten stehen dabei hoch im Kurs. Jeder kann Wände tapezieren sowie Farbe darauf verteilen. Machen Sie dies in Eigenregie, sparen Sie zwischen 60 und 80 Prozent. Auch Laminatboden zu verlegen ist kein großer Akt und spart Ihnen 15 bis 20 Euro pro Quadratmeter. Immerhin verlangen Handwerker inklusive des Verlegens etwa 30 bis 40 Euro pro Quadratmeter. Ebenso einfach ist das Verlegen von Fliesen. Ein wenig komplizierter und vor allem arbeitsintensiver ist das eigenhändige Verlegen, Spachteln sowie Schleifen von Rigips-Platten. Investieren Sie diese Zeit, sparen Sie etwa 70 Prozent. Ansonsten können Sie sich mit den Außenanlagen beschäftigen, denn auch hier brauchen Sie keinen Fachmann.

Geübte Heimwerker an die Arbeit

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Sind Sie ein geübter Handwerker? Dann bringen Sie Ihre Fähigkeiten individuell ein und sparen eim Hausbau durch eigene erbrachte Leistungen. Foto: kasto/Bigstock

Kennen Sie sich nicht nur mit den grundlegenden Arbeiten im Eigenheim aus, sondern sind Sie ein geübter Handwerker, gibt es noch mehr Leistungen, die Sie übernehmen können. Die Rohbauarbeiten nehmen zwar viel Zeit in Anspruch, doch gerade deswegen sind diese sehr lohnintensiv. Der Rohbau macht die Hälfte der Baukosten aus, wovon wiederum 40 Prozent für Materialkosten abfallen. Sollten Sie Zeit und Übung haben, können Sie diese Arbeit in Eigenleistung durchführen. Fenster, Türen und Treppen sind ein weiterer Punkt, welche sich geübte Handwerker annehmen können. Zwar können Sie auch hier sparen, doch der Lohnanteil fällt mit maximal 30 Prozent eher gering aus. Anders sieht es beim Verputzen von Wänden aus. Auch hier müssen Sie wieder viel Zeit investieren, doch dafür sparen Sie 70 bis 80 Prozent der Gesamtkosten.

Sparlösungen für Fachmänner

Nicht nur „normale“ Menschen wollen ein Haus bauen, sondern auch Heimwerker-Profis gönnen sich diesen Luxus. Sind Sie ein solcher, können Sie neben den oben genannten Lösungen noch weitere Einsparmöglichkeiten in Anspruch nehmen. Die Sanitärinstallation ist knifflig, kann aber von einem Profi übernommen werden, welcher sich damit auskennt. Sollten Sie keine Ahnung von den Sanitäranlagen haben, sollten Sie die Finger davonlassen. Das Einsparpotenzial ist dafür zu gering. Auch bei Elektroinstallation gilt dies, denn das ist in der Regel Sachen eines Fachmanns. Nur, wenn Sie sich bestens damit auskennen, können Sie diese Arbeit übernehmen.

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